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Geschichten rund ums Bad

Das Thermalbad Vöslau kann nicht nur auf eine stolze Geschichte
zurückblicken,sondern auch auf eine Vielzahl von Histörchen und Anekdoten.
Die interessantesten haben wir hier für Sie ausgewählt:

Streng getrennt – streng gefärbt.

Um den sittlichen Moralvorstellungen des 19. Jahrhunderts zu entsprechen, war die Benützung der Schwimmteiche, des Vollbades und der Wannenbäder für Damen und Herren genau eingeteilt.

Und: Das Baden im Schwimmteich und im Vollbad war ausschließlich in gefärbten Badekleidern, die ausgeliehen werden konnten, gestattet.


Schwimmen will gelernt sein.

Das Vöslauer Bad war (und ist) ein beliebter Ort, um Schwimmen zu lernen. Im Vollbad wurde von geprüften Schwimmlehrern Unterricht erteilt – und zwar einigen sehr prominente Schülern.

Mehrere Mitglieder des Kaiserhauses waren ebenso darunter, wie auch Paul Neumann, Goldmedaillengewinner im Schwimmen (!) der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen.

Ebenfalls unter den Schwimm-Eleven: Arthur Schnitzler, der in Vöslau seine ersten Schwimmversuche wagte:

„Der erste Ort, an dem wir uns während einiger Ferienwochen und auch später noch öfters aufhielten, war Vöslau, in dessen lauen Quellenbädern ich schwimmen lernte.“

 

Frühe Frauenpower.

Von durchaus gesellschaftlicher Bedeutung ist, dass in Bad Vöslau die ersten Frauen Österreichs schwimmen gelernt haben. Graf Moritz Fries I., der 1822 die „Fries’sche Badeanstalt“ errichten ließ, ließ auch seinen
Schwestern Schwimmunterricht geben und sorgte schon im
19. Jahrhundert für die Gleichstellung in Bad Vöslau.